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Es ist schwieriger,
eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.

(Albert Einstein)

 

 

 

Kalenderspruch vom 12.02.05:

 

Wayne Dyers sieben große Lektionen des Lebens

 

1. Sie sollten nicht sterben, ohne dass jemand Ihre „innere Musik“ gehört hat

2. Sie können nicht anderen Menschen Glück geben, wenn Sie selbst unglücklich sind

3. Nehmen Sie sich Zeit für Stille

4. Ihre Vergangenheit ist vorbei – nehmen Sie sie nicht als Entschuldigung

5. Nehmen Sie einem anderen Menschen nichts übel, damit gäben Sie ihm Kontrolle über Ihren eigenen Gefühle

6. Behandeln Sie sich selbst so, also ob Sie Ihr Ziel schon erreicht hätten

7. Schämen Sie sich nicht

 

Also mit einigen dieser Sätze habe ich meine Schwierigkeiten, die würden von mir ganz eindeutig anders formuliert. Aber vielleicht lohnt sich das Nachdenken darüber.

 


Dumpf und dreist – verblendet und doch raffiniert

Die neuen Nazis darf man nicht verharmlosen, schon gar nicht als dumm ansehen

Von Robert Leicht für ZEIT.de

Da kann man sich gewiss fragen – zumal in der Woche des Gedenkens an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 60 Jahren, an die Befreiung der wenigen Menschen, die das von Deutschen angerichtete Inferno mit Mühe überlebt hatten: Wie kann es nach alledem noch Rechtsextremisten geben? Muss nicht ein solches einmaliges factum brutum, muss nicht das simple Wissen über die Verbrechen des Nationalsozialismus die Wiederbelebung dieses - oder ähnlichen - Gedankengutes (wenn derlei ernstlich mit Gedanken zu tun haben könnte) ein für alle Mal unmöglich machen? Spätestens der Eklat im sächsischen Landtag, spätestens das rabaukenhafte Benehmen der dortigen NPD-Abgeordneten aus Anlass einer parlamentarischen Gedenkminute für die Opfer des Nationalsozialismus, belehrt uns auf widerliche Weise eines anderen.

Soll man sich die Sache mit einem gerüttelten Maß an Dummheit erklären? Das wäre ja keineswegs eine Erleichterung, denn dann wäre immer noch zu fragen: Was ist es am Menschen, das ihn mitunter so dumpf sein lässt. Nein, komme keiner mit der Dummheit allein. Denn erstens sind die NPD-Mannen im sächsischen Landtag (und alle die geistigen und organisatorischen Büchsenspanner, die von den staatlich zu finanzierenden Fraktionsgeldern angelockt werden) keineswegs so blöd, dass sie nicht wüssten, wie man zur rechten Zeit die schändlichsten Provokationen auslöst. Ja, man könnte – und das wäre das gegenteilige Extrem – sich sogar Leute vorstellen, denen die Nazi-Ideologie und deren Sickergut innerlich völlig gleichgültig ist. Denen diese Ideologie nur als opportunes Versatzstück dient, um eben – schlau, ja raffiniert wie sie sind – natürlich am rechten Rand, eine pseudo-politische Aktion aufzuziehen, mit Aufsehen, Ämtern, Abkassieren… (Freilich, wie immun man gegen geistigen Dreck und wie resistent man gegen Ekel sein muss, um so zynisch zu taktieren.)

Die Wirklichkeit dürfte noch schlimmer sein – nämlich aus einer Kombination beider Übel bestehen: Die Leute sind so borniert, dass sie an den Irrsinn glauben, den sie verkünden – und zugleich so intelligent, dass sie mit ihren ideologischen Dogmen wie mit Funktionselementen in einem rein technischen Theater umgehen können. So fundamentalistisch wie opportunistisch, ebenso dumm wie schlau. Und das ist es, was menschliche Bösartigkeit im Kern ausmacht: Dass sie nicht einmal an ihre Motive gebunden ist.

Verständnis kann man dafür nie aufbringen – verstehen muss man es aufs Genauste. Sonst wird man im Kampf gegen diesen höchst geschickten Ungeist immer der Dumme sein. Die Schamlosigkeit als solche ist nämlich die erste und letzte Waffe des Bösen.

(c) ZEIT.de, 24.01.2005

 

 

 

 

 

 

Möge die Straße dir entgegeneilen,
möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen.

halte Gott dich
im Frieden seiner Hand!



Mögen Zeichen
an der Straße deines Lebens sein,
die dir sagen,
wohin du auf dem Wege bist.

Mögest du die Kraft haben,
die Richtung zu ändern,
wenn du die alte Straße
nicht mehr gehen kannst.


Irischer Segensspruch



abgeschrieben aus:Farben des Lebens.
Text von Hermann Multhaupt