banneramok

Seit 1998 ist amokonline.de im Netz, eine der ersten Seiten, die sich mit dem Thema Mobbing befasst haben.
Sie ist zahlreich verlinkt worden, deshalb wurde sie nach über 10 Jahren wieder einmal überarbeitet.

Letzte Aktualisierung am
14. Mai 2011

Mobbing - immer noch ein Thema!

Was ist Mobbing?

Warum und wie wird gemobbt?

Gerechtigkeit!

Strategien gegen Mobbing

Sofort - Hilfe

Selbstmord - die finale Lösung

Die Würde des Menschen . . .

Mobbing oder Konflikt?

 

Was ist Mobbing? Der Begriff kommt aus dem Englischen: to mob = rempeln

Von wem stammt der Begriff?
Heinz Leymann (1932 – 1999)Psychologe Universität Umea in Schweden
Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft
Er hat den Begriff Mobbing geprägt, als Arbeitswissenschaftler setzte er sich dafür ein, schädigende betriebliche Vorgänge als Ursache für Berufs- und Arbeitsunfähigkeit offiziell anerkannt werden.

Seine Definition:
Unter Mobbing wird eine
konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz
zwischen Vorgesetzten und Untergebenen oder Kollegen
verstanden,
bei der die angegriffene Person unterlegen ist
und von einer oder mehreren Personen systematisch,
oft und während längerer Zeit
mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßens
aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird
und dies als Diskriminierung empfindet.

Meine Definition:
Mobbing ist destruktive Machtausübung
mit dem Ziel,
ohne Skrupel zu zerstören

Ist es Mobbing, wenn mich die Kollegin nicht grüßt?
Ist es Mobbing, wenn mich die Vorgesetzte vor anderen kritisiert?
Ist es Mobbing, wenn ich wegen meines Aussehens oder meines Status verachtet werde?

Es tut weh, so behandelt zu werden, aber ist das Mobbing?
Wenn etwas gestohlen wird, sucht man den Dieb, wird jemand ermordet, den Mörder und deshalb ist es wichtig, bei Mobbing nach dem Mobber zu schauen.

Wer ist Mobber oder Mobberin?

Es gibt einige, die sich ganz offen dazu bekennen, mit Freude und Spaß andere zu mobben. Es ist heute anscheinend ein spezielles Hobby am Arbeitsplatz geworden. Wie ein Hobby betreibt man es dann, wenn man dafür Zeit hat und das sagt dann schon einiges über das System Arbeitsplatz aus, in dem es stattfindet:

Es gibt Leerlauf, einige sind nicht ausgelastet,
vielleicht auch unterfordert,
es gibt keine Unternehmensphilosophie, die solche Übergriffe regelt,
Vorgesetzte schauen weg,
Motivation findet nicht statt.

Mobbing ist nicht
Feindseligkeit und Konflikte zwischen Abteilungen und Gruppen
Diebstahl durch Kollegen
persönliches Desinteresse oder Antipathie einer Person gegenüber
ungerechte und unsoziale Behandlung,
die hart, aber nur kurzfristig zur Wirkung kommt
Ausnutzung von Informationsvorsprung, Vorteilsnutzung für Karrieresprünge

 

Warum und wie wird gemobbt?

Sie alle hier sind bei dieser Firma angestellt. Sie haben einen Anstellungsvertrag abgeschlossen, der Ihre Aufgabe im Betrieb festlegt, Sie bekommen ein bestimmtes Gehalt, Sie haben Vorgesetzte, Weisungbefugte, Kollegen und Kolleginnen, Sie arbeiten zusammen mit einer bestimmten Anzahl von Menschen.

Für die Auswahl und Anstellung ist die Personalabteilung zuständig, die dafür festgelegte Kriterien hat. So kommt es manchmal vor, dass ein Team einfach nicht optimal zusammenarbeiten kann, weil die einzelnen Charaktere nicht passen.

    Wir haben nun schon seit vielen Jahren eine tiefgreifende Krise in der Wirtschaft und die wirkt sich aus bis in die Betriebe, Sie kennen das:
    Es muss überall gespart werden, auch beim Personal. Da wird dann schon manchmal jemand in ein gut funktionierendes Team hineingesetzt mit dem Hintergedanken, dass sich dort eine gewisse Anspannung breit macht, die eventuell zu Personalschwund führen könnte.

    Toll, ganz ohne größere Aktionen seitens der Geschäftsleitung und völlig ohne deren Zutun kündigen plötzlich zwei oder mehr aus dem Team und die so frei gewordenen Stellen werden nicht mehr besetzt.

    Auf dies Art sie die Bilanz doch plötzlich um einiges positiver aus. Wenn dann aber jemand meint, es gäbe in der Firma Mobbing, herrscht allseits Entsetzen:

Bei uns doch nicht!

Die Kolleginnen, die gegangen sind, die lange krank waren, sind einfach dem Leistungsdruck nicht gewachsen gewesen, waren Sensibelchen, schon viel zu alt und es ist eigentlich ganz gut, dass die weg sind, Hauptsache, ich habe noch meinen Job und an Personalabbau muss nicht mehr gedacht werden.

Und genau das ist Mobbing!

Mobbing ist nur das Symptom, niemals die Ursache

Einige von Ihnen wissen wie das ist:

Man hat gelegentlich Kopfschmerzen, kann nicht schlafen und greift zu Medikamenten. Die Schmerzen sind weg, kommen aber manchmal wieder. Je nach dem, was hinter den Kopfschmerzen als Ursache liegt, können Medikamente nur die Symptome bessern aber nicht die Ursache der Schmerzen.

Wenn die Ursache nicht gefunden wird, kann immer wieder die Störung auftreten und die Leistungskraft stark einschränken.

      Wenn ein Mensch mobbt, haben mindestens zwei Menschen ein Problem:
      erstens sein Opfer,
      aber zweitens auch er selbst,
      denn hätte er kein Problem, würde er nicht mobben.

Welches Problem / Defizit veranlasst einen Menschen, anderen Schaden zuzufügen?

Der Antrieb, etwas zu haben oder zu sein, bestimmt das Verhalten des Menschen von Geburt an. Bedürfnisse bestimmen unser Leben und sind Leistungsmotivation.

Mobbing ist, grob vereinfacht gesagt, eine Machtausübung wegen eines persönlichen Defizitgefühles.

 

Motivations Struktur des Menschen
nach Abraham A. Maslow, Motivation und Persönlichkeit Olten 1977

WachstumsBedürfnisse

  Selbstverwirklichung             


Mangel- bzw.
Defizitbedürfnis

Ich-Bedürfnisse               

Prestige, Status, Anerkennung und Ansehen       
       

Soziale Bedürfnisse             

Zugehörigkeit, Kontakt, Per. Zuwendung        

Sicherheitsbedürfnisse            
Schutz vor Gefahren, Daseinsicherung, Zukunftsvorsorge 


Physiologische Bedürfnisse          

Essen, Trinken, Schlafen, - Reproduktion          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was tun, wenn Kollegen mobben?

Fakten dokumentieren: eigene Arbeit, Arbeitsanweisungen von anderen dokumentieren

Sachlich bleiben, persönliche Angriffe dokumentieren und Konsequenzen ankündigen (arbeitsrechtlich, zivilrechtliche)

Unterlassung der Angriffe einfordern – schriftlich!

Betriebsrat informieren

 

Was tun, wenn Vorgesetzte mobben (Bossing)?

Vorsicht Risiko! Vorgesetzte sitzen am längeren Hebel, sie haben mehr Macht! Der Arbeitsplatz ist in Gefahr.

Fakten dokumentieren: eigene Arbeit, Arbeitsanweisungen von anderen dokumentieren

Sachlich bleiben, persönliche Angriffe dokumentieren und Konsequenzen ankündigen (arbeitsrechtlich, zivilrechtliche)

Unterlassung der Angriffe einfordern – schriftlich! Immer Unterstützung vom Juristen / Gewerkschaft einfordern

Klagen wegen Mobbing?
Nur sinnvoll, wenn Beweise vorliegen, deshalb alles dokumentieren!

Wo finde ich Gerechtigkeit?

Ich sage: es gibt keine Gerechtigkeit, nirgends! Deshalb muss ich mich trotzdem nicht verletzen, schädigen oder diskriminieren lassen.

Es gibt immer zwei oder mehr Möglichkeiten, eine Situation zu beurteilen und daraus Konsequenzen zu ziehen:

Wichtig ist für mich, eine möglichst hohe Lebensqualität zu haben. Wenn der Beruf ein Faktor ist, der diese Lebensqualität negativ beeinflusst, muss ich daran arbeiten, dass sich das ändert:

Andere Arbeitsstelle
anderer Beruf
andere Bewertung des Berufes
Was ist für Sie der Beruf?
Mittel zum Geld verdienen – möglichst einfach und bequem
Sozialer Status Selbstverwirklichung

Es ist meist eine Mischung aus diesen drei Kriterien, wobei die eine mehr und die andere weniger wichtig ist. In der heutigen Zeit ist es nicht immer möglich, den Traumberuf zu finden, der sowohl Selbstverwirklichung und Status gibt und von dem man dann auch noch leben kann.

Wenn man unzufrieden ist mit dem, was der eigene Beruf und speziell die aktuelle Arbeitsstelle bietet, sollte man darüber nachdenken, ob man vielleicht von falschen Voraussetzungen ausgeht.:

Freundliche Kollegen
Motivierende Vorgesetzte
Nie zu viel aber immer genug Arbeit
Stress dosiert, nie zu viel

Über alle diese Dinge steht nichts in Ihrem Arbeitsvertrag!

Es ist vereinbart,
Arbeitsbereich, Arbeitszeit, Arbeitsumfang,
Urlaubsanspruch, Sondervereinbarungen.

An diese Vereinbarungen müssen Sie sich halten und auch der Arbeitgeber.

Darüber hinaus gibt es noch rechtlich und tarifvertragliche Vereinbarungen, die beachtet werden müssen. Aber auch dort steht nichts über irgendwelche emotionale Leistungen oder höfliche Umgangsformen.

Arbeitkraft, Leistung und Loyalität - gegen Geld und vertragliche Leistungen

Beliebtheit,    Achtung,   Anerkennung
sind nicht vereinbarte Sonderleistung,
die vielleicht dabei sind, falls nicht,
gibt es noch ein Leben nach dem Job,
dort sind diese Dinge in adäquater Weise zu erlangen.

 

Strategie gegen Mobbing

Sie haben ganz klar erkannt, dass Sie gemobbt werden, was können Sie jetzt tun?

Mobbing - Opfer!
Ja, so fühlen sich die meisten, als Opfer und ohne Möglichkeit, sich wirklich sinnvoll zu verteidigen. Aber warum sollten Sie sich auch verteidigen? Sie haben doch keine Fehler gemacht, das ist doch alles nur Rufmord und üble Nachrede. Deshalb ist Verteidigung sinnlos, weil unmöglich:

Niemand kann sich für einen Fehler rechtfertigen, den er/sie nicht gemacht hat.

Was könnten Sie alternativ tun?

Als erstes sollten Sie sich nicht als Opfer anbieten. Drehen Sie den Spieß um: fordern Sie Beweise ein von denen, die schlecht über Sie reden! Solange es keine echten Beweise gibt, ist alles nur Vermutung, böse Phantasie.

Es ist manchmal notwendig, ganz klar Stellung zu beziehen und dem Gegenüber klar zu machen, dass solche unbewiesenen Behauptungen juristisch verfolgt werden könnten. Um sich hier rechtlich abzusichern, sollten Sie alles, was vorgefallen ist, immer als Aktennotiz schriftlich festhalten und eine Kopie an den Verursacher weitergeben. Eventuelle Gegendarstellungen legen Sie ohne Kommentar dazu. Die Notizen bewahren Sie als Kopie an der Arbeitsstelle auf, das Original nehmen Sie mit nach Hause. So haben Sie auch in Zeiten von Krankheit oder Freistellung darauf Zugriff.

Es gibt noch eine ganze Reihe von Möglichkeiten, sich aus der Opferrolle zu lösen, aber ich möchte die nicht öffentlich besprechen. Es ist individuell ganz verschieden, was der Einzelne im persönlichen Handlungsspektrum zur Verfügung hat und außerdem müssen potentielle Mobber meine Geheimtipps nicht kennen. Bei Bedarf einfach anrufen, Kontaktdaten gibt es oben auf der HP.

Sofort - Hilfe

Wenn Sie wissen, dass in den nächsten Minuten eine besonders schwierige Situation auf Sie zukommt, hilft diese Übung:

Am Besten üben Sie das schon vorher in einer entspannten Umgebung, zu Hause, vor dem Spiegel oder unter der Dusche, beim Spaziergang oder kurz vor dem Einschlafen.

      Stellen Sie sich eine Situation vor, die  n u r  schön ist: Urlaub am Meer, in den Bergen, ein Tag in der Sonne, den Duft von Blüten, Vogelgezwitscher -einfach alles das, was Sie glücklich macht. Geben Sie dieser Situation einen Namen: Urlaub - oder- Meer - oder - Schokoeisbecher - Blüten - Sonne . Versuchen sie immer wieder, mit dem gewählten Wort diese Situation zu spüren, mit allen Sinnen zu fühlen: Sie sehen die Umgebung, riechen den Duft, hören die Geräusche, fühlen den sanften Hauch auf der Haut. Atmen Sie tief ein, so als ob Sie das alles über die Nase in sich aufnehmen könnten und speichern es in Ihren Sinnen ab. Mit dem nächsten Ausatmen fühlen Sie sich frei und stark.

Diesen Vorgang der Konditionierung können Sie mehrfach wiederholen, bis es gut gelingt.

Anwendung:

Wenn Sie die mobbende Person sehen, wenn Sie eine Situation befürchten, die entgleisen könnten, sagen Sie / denken Sie Ihr persönliches Schutzwort und lassen es wirken. Schließen Sie dabei die Augen, dann ist die Wirkung intensiver. Fühlen Sie die Kraft, die in sie einströmt, die Gelassenheit und kommen Sie damit in die Gegenwart zurück.

Was hat sich verändert?

Jeder Mobber erkennt schon an Ihrer Haltung, dass Sie im Moment nicht in der Opferhaltung sind und wundert sich. Was ist los? Warum zittert das Opfer nicht? Der Täter ist verunsichert. In dieser Zeit der Verunsicherung gehen Sie einfach weg aus der Situation. Nehmen Sie einen Ordner, ein Schriftstück oder einfach nur Papiertaschentücher und gehen aus dem Raum. Sie könnten zur Toilette gehen, zum Kopierer, zu Kollegen, ganz egal.

Jetzt haben  S I E  gehandelt, nicht der Mobber, Punkt eins für Sie!

 

Selbstmord - die finale Lösung?

Das Fass ist voll, ich kann nicht mehr.
Nur noch Ruhe, Stille, nichts mehr "müssen",

einfach die ganze Welt vergessen können.

Vom Gedanken an Ruhe ist es nicht mehr weit

zum Gedanken an ewige Ruhe - Selbstmord.

Ich habe nicht das Recht, in Ihre Lebensplanung einzugreifen,
aber ich darf Ihnen vielleicht sagen, wie die Welt weiter lebt, wenn Sie sich verabschiedet haben.

Ihre Feinde haben ihr Ziel erreicht. Sie sind weg, endlich stören Sie nicht mehr. Ihre Mobber können sich ein neues Opfer suchen. Skrupel haben sie keine, warum auch? Durch Ihren Selbstmord haben Sie doch bewiesen, daß Sie nicht in diese Welt gepasst haben.

Nur ein "Looser" tut so was. Rückzug tritt nur an, wer schwach ist oder im Unrecht.


Daran ändert weder die Art Ihres Selbstmordes etwas noch ein Abschiedsbrief,den Sie vielleicht schreiben würden.

Vielleicht hat irgend jemand den Anflug eines schlechten Gewissens,

aber Sie sind ja nicht mehr präsent,
also kann jeder Gedanke an Wiedergutmachung verdrängt werden.

Ihre Freunde und die Familie tun sich schwer mir der Art Ihres Abschieds.
Sie werden leiden, von dem Gefühl des Versagens geplagt.
Hätten wir doch nur......, solche Gedanken führen aber immer wieder nur dazu,

daß Sie nicht mehr zur Verfügung stehen,
um Ihnen zu zeigen, was alles noch möglich gewesen wäre.
Langsam kommt in ihnen ein leiser Groll auf.
Einfach so weggehen,

es war nur egoistisch und rücksichtslos.
Auf diese Weise haben Sie auch noch einen Schatten auf gute Beziehungen geworfen,
den niemand mehr entfernen kann.
Um irgendwie weiterleben zu können, müssen diese liebsten Freunde oder
Familienangehörige den Gedanken an Sie verdrängen,
denn das Leben mit diesem
Gefühl des Versagens ist anfangs unerträglich für sie.

Wirklich tot ist nur der, an den niemand mehr denkt.

Wenn Ihr Tod alle zwingt,
jeden Gedanken daran und an Sie zu verdrängen, dann sind Sie tatsächlich tot.

Und alle leben so weiter, als wäre nichts geschehen.
Falls Sie beabsichtigt hatten, ein Zeichen zu setzen, bloss zu stellen, anzuklagen, das haben Sie nicht erreicht,mindestens nicht damit, daß Sie Ihr Leben opfern dafür.

Was Sie erreicht haben ist,
das perfekte Bild des Versagers darzustellen:
nicht fähig mit dem Leben klarzukommen
und auch noch mit dem Selbstmord andern die Schuld an der eigenen Unfähigkeit zuschieben zu wollen.

Wollen Sie das?

 

Was wollen Sie wirklich?
Daß die Kollegen oder Vorgesetzten ihr Unrecht einsehen?
Dann tun Sie was dafür!

Ihre Ruhe haben?
Dann gehen Sie weg, mit allen Konsequenzen, das ist wahre Stärke.

Planen Sie Ihr Leben noch einmal neu, tun nur, was Ihnen gefällt -
Sie können sich sicher sein,
daß Ihnen Ihre Feinde jedes Vergnügen missgönnen
und Sie beneiden um die neue Freiheit,
denn sie müssen ja im alten Laden weitermachen.

Was ist dabei, wenn Sie einige Zeit arbeitslos sind?
Da ist heute kein Einzelschicksal mehr. Wichtig ist nur,

daß Sie für sich neue Perspektiven finden
und sich von dem Ärger der Vergangenheit mit Anmut und Zuversicht
verabschieden können.
Fällt es Ihnen schwer, auf die Frage nach Deinem Beruf zu sagen,
daß Sie arbeitslos sind, dann sagen Sie es eben nicht.

Sagen einfach, daß Sie sich beruflich umorientieren wollen, um mehr Sinn in
das berufliche Alltagsleben zu bringen.
Sagen einfach, daß für Sie das Leben einfach zu wichtig ist,
um es sinnlos zu vergeuden
mit einer beruflichen Laufbahn, die keine Perspektive bietet.
Beruf und Leben müssen harmonieren, sonst kann keines von beiden befriedigen.

Deshalb:

Lerne zu träumen und Du wirst sehen, Deine Träume können Wirklichkeit werden.

Dazu an anderer Stelle mehr, oder persönlich von mir am Telefon: 07022-251490

 

Ich fühle mich total entwürdigt

Die Würde des Menschen ist unantastbar

... so beginnt der Text des Grundgesetzes.

Was ist Würde?

Die Würde des Menschen wird in jeder Epoche ein wenig anders definiert. Früher gehörte zur Würde irgendein Verdienst, das man sich erworben hatte, zum Beispiel eine Verletzung in einem ehrenhaften Kampf, besondere Leistungen im Beruf, eine herausragende Stellung im Familienverbund. Sie wurde uns von anderen Menschen zugesprochen oder verweigert.

Das Grundgesetz geht davon aus, daß jeder Mensch seine Würde bereits besitzt, wenn er auf die Welt kommt – und auch schon davor, als Embryo, bereits hat. Unsere heutigen ethischen Grundsätze machen die Würde des Menschen nicht von Verdiensten abhängig, sondern alleine von der Tatsache, daß der Mensch ein von Gott geschaffenes, gewolltes Lebewesen ist, das ein Recht auf seine Individualität hat, sofern sie nicht in die Rechte anderer eingreift.

Nicht alle Zeitgenossen interessieren sich für Ethik und andere Werte, sondern hauptsächlich für Fernsehen, Fun und Lifestyle. Dazu benötigt man in erster Linie Augen, Ohren, Geld. Was "IN" ist, angesagt, geil – das sehen wir bei anderen und im TV, auf Videos und in Zeitschriften. Es wird ein Bild vom aktuellen Top-Typ gezeichnet, und alle brauchen nur genauso auszusehen und dasselbe zu tun wie er oder sie, schon genießen sie dieselbe Achtung wie dieser. Schon in der Schule müssen heute die Kinder ganz bestimmte Markenklamotten tragen, wenn sie ein Mitglied im Kreis der Angesagten sein wollen. Diejenigen, die sich dafür entscheiden, nicht im Strom mitzuschwimmen, werden nicht nur gehänselt, sondern sogar ganz offen angegriffen, ausgestoßen, als Feinde der Gemeinschaft gebrandmarkt

      – hier beginnt Mobbing.

Wird die Würde eines Menschen von optischen oder intellektuellen Eindrücken abhängig gemacht, besteht die Gefahr, daß ein umfangreicher Teil der Persönlichkeit nicht gesehen wird.

Aber nicht nur die Spiegelung durch Andere, auch meine eigene Einstellung zu mir selbst definiert meine Würde. Wenn ich mich selbst gering achte, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß andere meine Wertung übernehmen und mich ebenfalls gering einschätzen.

Was ist es, das für mich selbst meine Menschenwürde ausmacht?

Sicher spielen die beruflichen Leistungen hier eine große Rolle, die Leistungen für die Familie als Mutter oder Vater, Sohn oder Tochter auch, bei manchen Menschen ist auch Schönheit, Fitneß ein Bestandteil der Werteskala, auf der sie ihren eigenen Wert ablesen.

Was bin ich wert,

wenn ich keinen beruflichen Erfolg habe - für mich - für die anderen?
wenn ich keine Familie habe            - für mich - für die anderen?
wenn ich nicht mehr jung und fit bin     - für mich - für die anderen?
wenn ich nicht "schön" bin ..........

Darüber sollte man nachdenken, wenn man von Mobbing betroffen ist
und für sich selbst vielleicht eine aktualisierte Sichtweise finden.

Jeder Mensch ist wertvoll und eigenartig, genau so ist er durch das Leben geformt worden und das hat seinen Sinn. Die einzige Frage sollte sein, warum es Menschen gibt, die so erbärmlich sind und mobben.

 

Mobbing-Konflikt?

Das gibt es nicht! Entweder ist es Mobbing oder ein Konflikt

Ein Konflikt ist, wenn verschiedene Bedürfnisse oder Ziele nicht vereinbar scheinen, Mobbing ist reine Bösartigkeit.

Natürlich kann man Konflikte mit Mobbing beenden, aber dabei ist der Mobber von Anfang an nicht an einer fairen Lösung interessiert, sondern will einfach nur seine Meinung durchsetzen.

Bei Konflikten kann man immer ganz klar den Beginn feststellen und um welche Fakten es geht. Bei Mobbing ist das nicht möglich.

Konflikte können über Mediation auch bei schwieriger Sachlage beendet werden. Mobbing ist kein Thema für Mediation, weil der oder die VerursacherIn weiter mobben will und nicht aufhören.

 

 

buchbild

Seit 2001 gibt es ein Buch von mir, siehe Bild links. Es wurde von einem kleinen Verlag herausgebracht, der nicht an die großen Verteiler der Buchläden angeschlossen ist und wird deshalb in den meisten Geschäften nicht angeboten. Es kann aber direkt beim Verlag bestellt werden:

ISBN 3-921262-27-5

Verlagsgesellschaft Weinmann
Karl-Benz-Straße 19
70794 Filderstadt
Telefon 0711/7001530
www.verlag-weinmann.com

 

[home] [Mobbing] [N E U] [interaktiv] [das Buch] [Impressum] [Kontakt]